Primäre Prophylaxe
Bei der primären Prophylaxe ist es das oberste Gebot, alles so zu gestalten, dass eine Allergie gar nicht erst möglich ist. Das ist mitunter allerdings ein beinahe unmögliches Unterfangen. Einige Dinge lassen sich allerdings schon primär vermeiden. So kann ein Allergiker zum Beispiel vorsätzlich auf Allergie auslösende Dinge verzichten. Weiß man beispielsweise, dass man gegen Haselnüsse allergisch ist, ist es keine allzu große Schwierigkeit, hier vorzubeugen und keine Haselnüsse mehr zu essen. Das ist ein Beispiel für eine gute primäre Prophylaxe.
Bei einer Allergie gegen Hausstaubmilben ist so etwas allerdings kaum möglich. In jedem Haushalt befinden sich die kleinen Plagegeister, die ungehindert ihren Kot verteilen und sich rasend schnell vermehren. Selbst wenn man das Bettzeug ständig wechselt und auch die Teppiche aus dem Haus oder der Wohnung verbannt, ist es nicht möglich, das Haus völlig frei von Hausstaubmilben zu bekommen. Fast völlig ohne Hausstaubmilben kann man wohl nur in einem Krankenhaus auf der Intensivstation leben. Dort haben die Milben so gut wie keine Chance. Aber wer möchte sich das eigene Zuhause schon so einrichten, dass es wie eine Intensivstation wirkt? Selbst, wenn sich Milben nur hinter dem Kleiderschrank und an anderen wenig zugänglichen Stellen einnisten: Sie sind immer noch da. Sie lieben zwar insbesondere Matratzen und Polstern; Stellen, an denen es warm und kuschelig ist und wo nach Möglichkeit menschliche Hautschuppen abfallen, von denen sie sich ernähren. Im Zweifelsfall fühlen sie sich aber auch an ganz anderen Orten wohl.
Bei der primären Prophylaxe liegt das Ziel also darin, möglichst frei von Allergen zu leben und das Umfeld entsprechend einzurichten. Eine absolute Allergiefreiheit gibt es in der Welt da draußen allerdings nirgends und die wird auch Zuhause keiner so hinbekommen.












