Die erhöhte Allergenexposition
Meist ist es der Mensch selbst, der Allergien verursacht. So ist die erhöhte Allergenexposition durchaus auch ein Auslöser für vermehrte Allergien. Nehmen wir als Beispiel einmal die Bauweise heutiger Häuser. Früher waren bei Häusern an allen Ecken und Enden Durchzuglöcher vorhanden: Hausstaubmilben bekamen also gar nicht die Chance, zu überleben.
Der Mensch heute ist verwöhnt und möchte sein Haus so gut wie möglich isolieren, um vielleicht Wärme zu dämmen und andere Vorteile daraus zu ziehen. Wärmedämmung hat ja auch finanzielle Vorteile: Die innen erzeugte Wärme dringt nicht so leicht nach außen, was zur Folge hat, dass die Kosten für Heizenergie sinken. Durch die gute Isolierung bekommen allerdings auch Hausstaubmilben eine erhöhte Überlebenschance. Sie nisten sich vorwiegend in Polstern und Möbel ein und fühlen sich bei angenehmer Umgebungs- und Raumtemperatur pudelwohl. Dann vermehren sie sich wie Zecken und scheiden auch verstärkt den so gefürchteten Milbenkot aus, der sich in den Matratzen und im Bettzeug festsetzt. Legt man sich nun abends zum Schlafen hin, um ganz in Ruhe die Nachtruhe zu genießen, dann atmet man ganz ungewollt — ohne es zu bemerken — die zahlreichen Milbenkot-Abfälle ein. Die setzen sich dann im Körper und vorwiegend in der Lunge fest und lösen dort Abwehrreaktionen aus. Meist erkennt man das durch vermehrtes Husten oder gar Atembeschwerden. Solche Reaktionen sind grobe allergische Anzeichen dafür, dass der Körper nicht mit dem Milbenkot umgehen kann und ihn schnellstmöglich — zum Beispiel durch das Aushusten — los werden möchte.
So werden Allergien durch den Menschen gefördert, indem er ungewollt eine erhöhte Allergenexposition erzeugt und den Allergie-Auslösern eine Chance lässt, sich ungehindert zu vermehren. Nicht jede Erfindung des Menschen ist für ihn so gesund und vorteilhaft wie angenommen.












