Durch genetische Faktoren

Genetische Faktoren sind diejenigen Einflüsse, die man quasi erbt oder wieder weiter vererbt. Hat die Mutter eine Allergie auf irgendwelche Dinge, wird wahrscheinlich auch das Kind mit Irritationen oder Reaktionen reagieren, die auf eine Allergie hindeuten. Eine Ursache für eine Allergie kann also durchaus im Blut liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass bei einem oder gar beiden erkrankten Elternteilen die Allergie auf das Kind übertragen wird, ist durchaus sehr hoch. Die Kinder erkrankter Eltern können aber auch gesund sein und ein sehr gutes Abwehrsystem im Körper haben. In diesem Fall ist das „Allergie-Gen“ nicht vererbt worden, oder die Allergie ist eine der Varianten, die nicht an Nachkommen weitergegeben werden.

Bei manchen Menschen können auch mehrere „Allergie-Gene“ auftreten, die es in der Form bei den Eltern praktisch nicht gegeben hat. So reagiert vielleicht die Mutter auf die obligatorischen Erdbeeren, das Kind bekommt aber im Frühjahr mehr und mehr Asthmaattacken, die auf eine Pollenallergie zurückzuführen sind. Hier hat das Kind ein ganz anderes „Allergie-Gen“ im Körper als die Mutter, die Veranlagung für eine Allergie wurde jedoch von der Mutter auf das Kind übertragen. Es ist auch durchaus möglich, dass das „Erdbeer-Allergie-Gen“ im Körper des Kindes schläft und hier nie in irgendeiner Form zum Ausdruck kommt. Allerdings kann das Kind dieses Gen auf seine eigenen Nachkommen weitervererben. Genetische Faktoren spielen also eine wichtige Rolle beim Thema Allergien. Da das Gen nicht ausgeschaltet oder aus dem Körper verbannt werden kann, ist es durchaus möglich, dass sich von Generation zu Generation immer mehr und mehr Allergie-Gene im Körper eines Menschen befinden, es sei denn, es wird frühzeitig mit Behandlungsmethoden begonnen, die eine Allergie meist erfolgreich bekämpfen können. Eine Behandlungsform ist die so genannte Desensibilisierung, die wohl die effektivste Form der Bekämpfung ist. Bei einer Desensibilisierung werden nämlich nicht nur die Krankheitszeichen bekämpft, der Körper wird vielmehr nach und nach und in kleinen Schritten auf den schädlichen Einfluss vorbereitet. So bekommt er genügend Zeit, sich langsam auf die Schadstoffe einzustellen und selber dagegen anzukämpfen, ohne gleich über zu reagieren.

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